Einfache Perspektiven

 

Wir ziehen ein Bild an der Wand in Perspektive.

Level:                 fortgeschrittener Anfänger
Autor:                Marion
Art der
Bearbeitung:       Objekte in Form ziehen
Werkzeuge:        Verformwerkzeug
Du brauchst:       Bordmittel von PI
 

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Als Anfänger ist es sehr schwer mit den Perspektiven umzugehen, daher erkläre ich hier an vier Beispielen, wie man z.B. ein Bild an eine Wand hängt und eine Kommode oder einen Schrank an eine Wand stellt, oder einen Tisch oder Teppich perspektivisch korrekt darstellt.

 Die Werkzeuge, die PhotoImpact dafür zur Verfügung hat, sind diese:

Das Verformwerkzeug:

Du siehst es öffnet sich oben das Dialogfeld "Verformmethode"


dieses Symbol kennst du schon, damit kann man die Größe verändern.

Bei den unteren Beispielen fasse ich jeweils oben rechts den Punkt des Bildes an und ziehe nach rechts.

Das grundsätzliche Problem bei Perspektiven ist, dass man 3-Dimensionen nämlich Höhe, Breite und Tiefe auf
2-D
imensionen Höhe und Breite herunterbrechen muss, aber dass es trotzdem räumlich aussieht. D.h. man muss das Auge überlisten und Tiefe erzeugen. Grundsätzlich stellt man die Perspektive dar, indem man die Gegenstände nach vorne (vom Auge des Betrachters aus) etwas größer zieht. Achte mal darauf, wenn du in einen Raum kommst.

Es gibt im Netz viele Tutorials zu Perspektiven, ich habe weder Architektur studiert, noch bin ich technische Zeichnerin, aber ich habe ein gutes Auge für Dimensionen. Der Fluchtpunkt und auch die Fluchtlinien waren mir immer zu technisch, aber mit der Rückversicherung einiger Profis versuche ich es euch mal minimalistisch zu erklären, da es die einfachste Art ist, ein Objekt in Perspektive zu bringen. Nun geht es los.

Wir fangen mal mit dem Raum an:

Öffne eine Leinwand, ca. 500x350px.
In der Mitte erstelle ein Rechteck, das die hintere Wand darstellen soll. Nach unten lasse etwas mehr Platz, weil wir den Raum ja füllen wollen. Noch sieht man nichts Perspektivisches.

Wichtig ist, um die richtige Perspektive darzustellen, dass man bedenkt, wie jemand in den Raum guckt. Es gibt ganz verschiedene Perspektiven, so kann man von oben (Vogelperspektive) auf ein Objekt sehen, von vorne oder auch von der Seite. Die verschiedenen Definitionen für Perspektive lasse ich jetzt außer Acht, wir konzentrieren uns jetzt nur auf die Sicht eines Betrachters, der mittig vor dem Raum steht.
Dieser Betrachter sieht mit Augenhöhe in den Raum. Das bedeutet wir fixieren jetzt in Augenhöhe den sogenannten Fluchtpunkt an der hinteren Wand. Gehen wir mal davon aus, dass dieser Mensch eine Größe von 1,70 m hat, dann ist die Augenhöhe bei ca. 1,60m. Eine Decke ist normalerweise 2,50m hoch, so dass wir den Fluchtpunkt ganz einfach festlegen können.
Er sollte in 2/3 Höhe auf meinem erstellten Rechteck liegen. Einen Trick zeige ich euch hier:

 

Ich verdoppele mein eingefügtes Rechteck und ziehe es auf die Arbeitsfläche, rechte Maustaste - alles einbinden.
Klicke auf Web - Gitter und Aufteilung und nehme diese Einstellung vor.
Dann auf Auswahl - alle,
rechte Maustaste- in Objekt umwandeln. Ziehe es dir nun wieder auf die hintere Wand.

 

Jetzt habe ich ein Raster mit dem die Bestimmung ganz einfach ist. Hier bin ich etwa bei 1,66m. Ist ein 1,75 großer Betrachter *lach*

Nun ist es ganz einfach mit dem Fluchtpunkt meine Wände und Decke zu erstellen. Wähle den Punkt so klein und die Fluchtlinien so dünn wie möglich, umso genauer ist dein Ergebnis.
Nun kannst du dein Raster wieder ausblenden, wir brauchen es nicht mehr.

Du ziehst jetzt von den äußeren 4 Ecken Linien zu diesem Fluchtpunkt und schon stehen die Dimensionen von deinem Raum. Das war nicht wirklich schwer, oder?
Durch unterschiedliche Texturen oder Farbabstufungen haben wir gleich Tiefe in unserem Zimmer.

Wichtig!!!

Wenn du Texturen für die Wände verwendest, fülle zuerst, wandle in Bildobjekt um und erst dann ziehe in Form.

 

   
An dieser Stelle erspare ich mir die Erstellung der Wände zu zeigen, es funktioniert immer nach dem gleichen Muster, wie ihr es jetzt z.B. am Bild sehen werdet.
Dann wollen wir uns mal ans Möblieren machen, es geht erst einmal einfach los:
 
 

Schritt 1

 



 

 Dieses Bild platzieren wir an der Wand :

Setze es erst einmal gerade an die Stelle wo es hin soll

 

 


 

 

Schritt 2:

 

 

 

Ziehe nun von beiden linken Ecken des Bildes eine Linie zum Fluchtpunkt bei mir hier blau. Das sind jetzt unsere Linien zum Ausrichten.

Schritt 3:

 

 

 

Wir werden jetzt erst mal die rechte Bildecke an die Fluchtlinie anpassen.

Fasse oben rechts an und schiebe nach unten bis es oben an der Linie sitzt.
Wenn dein Bild an der oberen Linie ausgerichtet ist, wechseln wir das Werkzeug.

 

 

Schritt 4:

 

Nun wählst du Verzerren und schiebst dein Bild bis es zur unteren Linie passt.
Achte darauf, dass deine Auswahl rechts möglichst eine gerade Linie bildet, du siehst ich habe einen leichten Knick. Mach du es besser.

 

Das sieht noch nicht wirklich gut aus.

Schritt 5:

 

 

 

 

Den letzten Schliff bekommt es jetzt wenn du es kleiner schiebst.

Fertig sind wir.

So sieht dein Bild jetzt an der Wand aus.

 

Zwar ist ein Bild ja nicht wirklich so schräg, aber wir müssen ja die Tiefe des Raumes darstellen. Das Zimmer sieht vorne ja auch viel größer aus, als unsere hintere Wand. Der Raum ist in Wirklichkeit gleich groß, wir müssen also dieses Größenverhältnis von vorne zur hinteren Wand auch bei unseren Objekten darstellen.

Auf der nächsten Seite verschieben wir eine Kommode: hier

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